Entwurfs- und Ausführungsplanung für private und gemeinschaftliche Grünflächen im Wohngebiet Lentzeallee
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Auftraggeber:
Groth Gruppe Berlin
Das Wohngebiet besteht aus 4-geschossigen Mehrfamilienhäusern an der Lentzeallee, wobei das 4. Geschoss als Staffelgeschoss ausgebildet wird, sowie im Inneren des Gebietes aus 64 Reihen- und Doppelhäusern und einer Stadtvilla. Aufgrund der Erschließung des Wohngebietes im Inneren ergibt sich eine Grüne Mitte, auf der an zentraler Stelle ein kleiner Schmuckplatz ausgebildet wird. Beidseits des Platzes befi nden sich Kinderspielplätze, die über den Platz erschlossen werden. Der westliche Spielplatz ist vorwiegend für Kleinkinder (0-6 Jahre) und der östliche für ältere Kinder (7-14 Jahre) gestaltet.
Des Weiteren befi nden sich im Bereich der zentralen Platzanlage Stellplätze in Parkbuchten, Versickerungsbereiche sowie ein kleiner Baumhain, der durch eine Bestandslinde sowie durch Neupfl anzungen gebildet wird. Die Stellplätze werden durch raumbildende Bäume gegliedert, so dass ein parkartiger Charakter entsteht. Die privaten Grundstücke werden zum Straßenraum hin durch Hecken, welche in Teilbereichen von kleinen Stützmauern begleitet werden, begrenzt.
Baukosten: ca. 1,0 Mio €
HOAI-Leistungsphasen 1 - 9
seit März 2009
Quartiersmitte Westerwaldstraße
Berlin-Spandau
Auftraggeber:
Bezirk Spandau, Naturschutz- und Grünflächenamt sowie Tiefbauam
Die Baumaßnahme ist Bestandteil des Programms Stadtumbau West und befindet sich im Fördergebiet Falkenhagener Feld in Spandau. Im Bereich der s-förmigen Kurve der Westerwaldstraße soll ein Quartiersplatz entstehen, der alle angrenzenden öffentlichen Einrichtungen wie die Kirche, das Klubhaus (bezirkliches Jugendkulturzentrum), eine Kita sowie die Stadtteilbibliothek miteinander verknüft und einen zentralen Aufenthaltsort und nachbarschaftlichen Treffpunkt mit hohen Kommunikationsqualitäten bietet.
Es soll ein einheitlich gestalteter Platz entstehen über den auch die Fahrbahn der Westerwaldstraße geführt werden soll. Hauptgestaltungselemente des Platzes sind 2 lineare Aufenthaltsbereiche. Südlich wird ein linearer Sitzbereich, welcher durch einen Wechsel in der Belagsgestaltung betont wird, angeordnet. Die Bestandsbäume gruppieren sich hier locker um diesen Sitzbereich herum und erhalten großzügige runde Baumscheiben. Als Pandon zu dem linearen Sitzbereich wird auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls ein längliches Element aus einer bestehenden Lindenbaumreihe, welches in ein Band aus wassergebundener Wegedecke gebettet wird, ausgebildet. Hier ist die Nutzung als Boulefläche möglich.
Grundlage der Bearbeitung war ein Vorentwurf des Büros Planergemeinschaft Dubach Kohlbrenner.
Bausumme: ca. 2,2 Mio Euro
HOAI-Leistungsphasen: 3 - 9
seit September 2009
Maßnahmenfläche "Trockenlebensraum" im BBI- Businesspark in Bohnsdorf-West
Berlin Treptow-Köpenick
Auftraggeber:
Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH
Die Maßnahmenfläche M1 mit der Zweckbestimmung "Trockenlebensraum" ist Teil des Grünordnerischen Konzeptes im Bebauungsplangebiet Bohnsdorf-West. Die Fläche soll zukünftig als private Grünfläche Ausgleichsfunktion für die Bebauung des BBI Business Park übernehmen und als Trockenlebensraum gestaltet werden. Dabei sollen 65 % der Fläche offene Strukturen und 35 % der Fläche waldartige Strukturen aufweisen. Bei der Gestaltung der Fläche mussten insbesondere die spezifischen Lebensraumansprüche der im westlichen Teil der Fläche vorkommenden Zauneidechse beachtet werden.
Die Planungen für die Maßnahmenfläche orientieren sich weitgehend an den auf der Fläche bereits vorhandenen Strukturen und Gegebenheiten. Es wurde versucht die baulichen Eingriffe für Neubau und Anlage von Strukturen und Elementen möglichst gering zu halten und einer schonenden Entwicklung durch gezielte Pflegemaßnahmen Vorrang einzuräumen.
Baukosten: ca. 800.000 Euro (inkl. Entsiegelung)
HOAI-Leiszungsphasen 1 - 4
Juni 2008 bis Februar 2009
Vorentwurf für die Havelinsel
Stadt Oranienburg
Auftraggeber:
Stadt Oranienburg
Da die Havelinsel insbesondere in den Uferbereichen teilweise Bibern und Fischottern als Lebensraum dient, sieht das Konzept eine naturnahe und extensive Gestaltung vor. Die nördlichen und östlichen sensiblen Uferbereiche bleiben mit Ausnahme eines schmalen Weges naturbelassen und ungestört. Um die Beeinträchtigungen für Tiere und Pflanzen so gering wie möglich zu halten wird der Weg als Holzsteg in Dammlage und mit ausreichendem Abstand zum Ufer bzw. abseits von besonders sensiblen Bereichen geführt. Entlang dieses Holzsteges befinden sich an besonders markanten Punkten Aussichtsplattformen, die Aus- und Einblicke in umgebende Gewässer- und Landschaftsräume bieten.
Im Inneren der Grünfläche gibt es offene (Frisch-/Feuchtwiesen) und geschlossene (Wald) Bereiche. In einigen Teilbereichen ist eine Neubewaldungen geplant. Teile der vorhandenen verlandeten Kleingewässer sollen zu naturnahen Flachgewässern mit ausgedehnten Verlandungsbereichen gestaltet werden. Die Versorgung der Kleingewässer soll über die vorhandenen Einlassbauwerke und über oberirdische naturnahe Gerinne erfolgen. Im Inneren der Havelinsel wird außerdem ein, als Mulchweg angelegter Barfuß- und Trimmpfad, in dessen Verlauf sich verschiedene Barfuß- und Trimmstationen befinden, angeordnet.
Bausumme: ca. 865.000 Euro inkl. Entsieglung der Fläche
Leistungsphasen 1 - 2
August 2009
Vorentwurfsplanung der öffentlichen Grünflächen im BBI-Businesspark in Bohnsdorf-West sowie Entwurfsplanung des 1. Bauabschnitts
Berlin, Bohnsdorf-West
Auftraggeber:
Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH
Der zentrale öffentliche Grünzug ist Teil des Grünordnerischen Konzeptes im Bebauungsplangebiet Bohnsdorf-West und hat eine Größe von ca. 11,4 ha. Der Grünzug ist eine 1,7 km lange in Ost-West-Richtung verlaufende Verbindung zwischen dem Siedlungsgebiet Bohnsdorf und den Schönefelder Seen.
Das Hauptgestaltungselement des Grünzuges bildet die Streuobstwiese, die als Biotoptyp für die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen der Erschließungsstraßen im Bebauungsplan festgelegt wurde. Die Strukturierung erfolgt durch die Schaffung unterschiedlicher Raumabfolgen, welche durch die Anordnung der Obstwiesen im Wechsel rechts oder links sowie teilweise beidseitig des Hauptweges erreicht wird. Die Flächen, die nach diesem Prinzip nicht durch eine Obstwiese belegt werden, sind entweder als Wiesen oder als Rasenflächen gestaltet. Teilweise sollen in diesen Bereichen Aktionsflächen, wie z.B. Bolzwiese, Netzspielwiese, Liegewiese etc angeboten werden. Grundsätzlich wurde eine extensive Gestaltung angestrebt.
Oktober 2007 bis Februar 2008
Entwurfs- und Ausführungsplanung der Maßnahmenfläche "Lebensraum Erdkröte" im BBI-Businesspark in Bohnsdorf-West
Berlin, Bohnsdorf-West
Auftraggeber:
Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH
Durch die Baumaßnahmen für den Business Park Berlin verliert die Erdkröte ihren Lebenraum. Durch die Schaffung eines Ersatzlebensraumes soll dieser Habitatverlust kompensiert werden. Um diese Fläche für die Erdkröte, die sich tagsüber in Erdlöchern, Steinhaufen, Hohlräumen unter Wurzeln, Kleinsäugerbauten, Mauerfugen, in morschem Holz und selbst gegrabenen Höhlen aufhalten, besonders attraktiv zu gestalten, werden vielfältige Strukturelemente eingebracht. Prägende Strukturelemente sind Erdwälle, die z. T. verschiedene Einbauten aufweisen, mit verschiedenen Materialien verfüllte Gräben, Strauch- und Baumpflanzungen sowie Heudrusch- und Mulchansaaten. Ergänzend kommen Einzelelemente wie Steinhaufen, Findlinge oder Reisighaufen hinzu. Als Materialien werden der anstehende sandige Boden, Natursteine (Feldsteine, Findlinge), Totholz (Stämme, Äste, Stubben, Reisig, Holzhäcksel), Stroh, Kompost, Rindenmulch, Schafs- und/oder Pferdemist verwendet. Eine Amphibienleitwand am östlichen und südlichen Rand der Fläche soll verhindern, dass die Erdkröten in die angrenzenden Gewerbegebiete laufen.
Baukosten: ca. 50.000 Euro
HOAI-Leistungsphasen 1 - 9
Februar 2008 bis Juni 2008
Entwurfs- und Ausführungsplanung für einen öffentlichen Spielplatz in Potsdam-Kirchsteigfeld
Stadt Potsdam, Kirchsteigfeld
Auftraggeber:
Groth Gruppe in Abstimmung mit der Stadt Potsdam
Das Projektgebiet befindet sich im südöstlichen Bereich des Kirchsteigfelds. Für das Gelände wurde im Bebauungsplan Nr. 18 "Kirchsteigfeld" eine Grünfläche sowie ein Spielplatz festgesetzt.
Aufgrund der Nähe zu der nördlich angrenzenden Wohnbebauung wird als Puffer eine Obstwiese angelegt. Der Spielplatz in einer Größe von ca. 600 m² wird südlich angeordnet. Auf der Spielplatzfläche werden ellipsenförmige Spielinseln angeordnet. Auf zwei Spielinseln werden Spuielgeräte angeordnet. Die dritte Spielinsel wird als Sandspielfläche für jüngere Kinder gestaltet. Die Fläche zwischen den Spielinseln wird als Rasenfläche konzipiert. Eine Sitz- und Kletterschlange verbindet die einzelnen Spielinseln miteinander.
Im Bereich der Sandspielfläche wird ein Großbaum als Solitärgehölz gepflanzt, der sowohl Schattenspender als auch vertikaler Blickfang der Spielplatzfläche ist.
Als Abgrenzung zwischen dem Spielbereich und der Obstwiese wird eine Weidenhecke angelegt. Durchlässe an verschiedenen Stellen gewährleisten die Zugänglichkeit beider Flächen.
Baukosten: 50.000 €
HOAI-Leistungsphasen 1 - 9
Juli 2007 bis Oktober 2008
Vorplatz Quartiersplatz und Radweg an der Hauptstraße
Berlin Alt-Hohenschönhausen
Auftraggeber:
Bezirk Lichtenberg von Berlin
Der Vorplatz dient als verbindendes Element zwischen Einkaufszentrum „Storchenhof“ und dem Quartierspark. Er ist sowohl "Tor" zum Quartierspark, als auch Erweiterungsfläche des öffentlichen Raumes rund um das Einkaufszentrum.
Der Platz wird gegliedert durch ein großflächiges Pflanzbeet, welches durch die Weiterführung der Wege aus dem Quartierspark seine Form erhält. Das Pflanzbeet ist wiederum gegliedert in eine Staudenfläche und in eine Gehölzfläche. Die Gehölzfläche bildet den visuellen vertikalen Abschluss des gesamten öffentlichen Raumes entlang der Hauptstraße. In der Gehölzfläche sind 5 bestehenden Bäume integriert. In der Staudenfläche wird eine einfache teppichartige Bepflanzung vorgenommen. Ein Solitärgehölz in der Staudenfläche bildet den vertikalen Blickfang. Zur Platzfläche werden entlang des Pflanzbeetes Sitzgelegenheiten angeordnet. Die Platzfläche wird analog zu den Fußwegen im Quartierspark gepflastert. Neben dem Pflanzbeet wird ein getrennter Geh- und Radweg geführt, der die Vorplatzfläche mit dem Vorbereich des Einkaufszentrums „Storchenhof“ verbindet.
Baukosten: 165.000 €
HOAI-Leistungsphasen 1 - 5
2007
Freianlagenplanung und Ausführung Quartierspark Alt-Hohenschönhausen
Berlin Hohenschönhausen
Auftraggeber:
Bezirk Lichtenberg von Berlin
Der Quartierspark entstand als erste Qualifizierungsmaßnahme des öffentlichen Raumes im Bereich der Hauptstraße in Alt-Hohenschönhausen und wurde aus Stadtumbaumitteln finanziert.
Ziel der Gestaltung des Quartiersparks war es, alle Altersgruppen bei der Gestaltung des Parks zu berücksichtigen und den jeweiligen Interessen und Bedürfnissen entsprechende Aufenthaltsräume zu schaffen. Während der Erarbeitung wurden in verschiedenen Planungsworkshops die Anwohner in den Gestaltungsprozess eingebunden. Sie konnten Wünsche und Anregungen äußern, die in die Gestaltung einflossen. So entstand ein Park, der sowohl verschiedene Sport- und Freizeiteinrichtungen für Jugendliche (Bolzplatz, Streetball etc), als auch Spielmöglichkeiten für jüngere Kinder sowie ruhige Aufenthaltsräume mit Bänken für ältere Anwohner anbietet.
Baukosten: 190.000 Euro
HOAI-Leistungsphasen 1 - 9
2005 bis 2006
Gutshof Wartenberg - Freianlagen, private und öffentliche Grünanlagen
Berlin Lichtenberg
Auftraggeber:
NILEG
Das Bauvorhaben liegt südlich des Dorfkerns Wartenberg. Aus der Geschichte resultiert der zentrale grüne Platz und der alte, wertvolle Baumbestand.
Der zentrale Platz wurde in die Planung als Charakteristikum aufgenommen und ein zweiter kleinerer im Westen geplant.
Die Grünverbindungen bieten öffentliche Grünflächen für die Erholung. Gleichzeitig sichern sie eine eigene Identität der Siedlung. Die Wege in diesen Grünzügen binden im Norden und Osten an die Barnimer Erholungslandschaft an.
Lockere, hohe Baumgruppen gliedern die Fassaden der südlichen Bebauung, ohne sie zu verschatten.
Zwischen der Grünverbindung im Süden und der Siedlung werden Gehölzpflanzungen Distanz zu den anschließenden Flächen schaffen. Die ergänzende Baumbepflanzung sollen die Schwerpunktbildung entlang der Grünräume fortsetzen und verstärken.
Der große Platz mit seinen alten Kastanien und dem geschnittenen Rotdornkreis, wird in seiner Nutzbarkeit erweitert und gleichzeitig sein Charakter als Gutsplatz gestärkt. Der kleine Platz im Westen der Anlage, wird als baumgefasster Rasenplatz gestaltet.
2001 - 2005
Hofgestaltung für 3 Hotels am Askanischen Platz
Berlin Friedrichshain-Kreuzberg
Auftraggeber:
Kap Hag
Das Grundstück ist fast vollständig durch eine Tiefgarage unterbaut. Ein Teil der Grünbereiche und die Stellplätze ist mit Winkelstützelementen umstellt, 65 cm hoch mit Boden verfüllt und mit größeren Sträuchern und Stauden bepflanzt. Der nördliche Grünbereiche ist um 35 cm mit Boden aufgefüllt und mit niedrigen Sträuchern und Stauden bepflanzt. Ein Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten wird gegen den angrenzende Ver- und Entsorgungsbereich durch Ranksäulen optisch abgegrenzt.
Die Terrasse vor dem Frühstücksbereich des Suite Hotels und die Nachbargrundstücke wird mit Ranksäulen und Pflanzbehältern abgegrenzt. Die Ranksäulen, Pflanzbehälter und Wandelemente sind aus Edelstahl. Die Erschließungsstraße hat einen hellgrauen Asphaltbelag. Stellplätze, Vorfahrten und alle sonstigen befestigten Flächen haben einen Betonpflasterbelag mit hellgrauem Natursteinvorsatz. Auf den Dächern wurde eine Dachbegrünung realisiert.
Leistungsphasen 1 - 9
2002 - 2005
Garten am Gudelacksee
Lindow
Auftraggeber:
Ehepaar Schmidt
Neuanlage der Außenanlagen des Anwesens.
Das Grundstück liegt im Westen von Lindow an der weiten Wasserfläche des Gudelacksees. Auf der sandigen Hochfläche im Norden und Westen wächst ein Birken-, Robinien-, Kiefernwald. Eine steile 7,5 m hohe Geländekante trennt die Hochfläche von der ca. 55 m breiten Vorfläche zum See. Im Osten liegt benachbart ein älterer Siedlungsansatz, im Westen benachbart ein Erlenbruchwald. Das Ufer des Sees wird durch einen Schilfgürtel gesäumt.
Das Wohnhaus liegt auf der Hochfläche. Die ausgebauten Remisen, eine Mauer im Norden und die geplante Pergola bilden einen Hof. Von der südlich des Wohnhauses gelegenen Terrasse fällt die Böschung zur Rasenfläche ab, die den Blick bis zum See freigibt.
Leistungsphasen vom Vorentwurf bis zur Bauleitung
2002 - 2004
Neubau Vorplatz Eingang Süd
Messegelände Berlin
Auftraggeber:
Messe Berlin GmbH
Der quadratische Vorplatz des, im Zuge der Erweiterungsmaßnahmen neu errichteten, Eingangsgebäudes Süd wird umgeben von Terrassierungen bzw. Böschungen sowie auf der oberen Ebene von einer baumbestandenen Fußgängerpromenade. Er wird von der Fußgängerpromenade über jeweils 6 m bzw. 12 m breite Treppenanlagen sowie über zwei Außenaufzügen für Rollstuhlbenutzer, die in Stahlträgertürme integriert sind, erschlossen. Vom S-Bahnhof aus erfolgt eine ebenerdig Erschließung über eine geneigte Fläche.
Die Fläche des Vorplatzes ist gegliedert durch ein Bandraster aus Kleinsteinpflaster, indem auch die Bodeneinläufe und Schachtdeckel integriert werden. Der Deckenaufbau ist so gestaltet, dass die Platzfläche mit Schwerlastverkehr befahren werden kann. Die Zufahrt erfolgt von der Jafféstraße über eine Rampe bzw. teilweise über die geneigte Fläche des Zugangs vom S-Bahnhof.
Baukosten: ca. 1,3 Mio Euro
HOAI-Leistungsphasen 1 - 9
2001 - 2003
Umgestaltung der Emscher
zwischen Dortmund und Dinslaken
Auftraggeber:
Emschergenossenschaft
Freiraumplanerischer und städtebaulicher Wettbewerb mit 16 eingeladenen Teilnehmer - 4. Preis -
Durch den Nutzungswandel der Emscher vom offenen Abwasserkanal zum offenen Klarwasserkanal ändern sich die ökologischen, freiräumlichen und städtebaulichen Ansprüche an diese Region.
Aufgabe des Wettbewerbs war es Leitideen und konzeptionelle Ansätze für die Umgestaltung des Emscher Hauptlaufes und der ihn umgebenden Stadt– und Landschaftsräume zu entwickeln. Der gesamte Emscherlauf sollte eine „durchgängige Gestaltungshandschrift“ erhalten, ohne jedoch die Unterschiedlichkeit der einzelnen räumlichen Situationen zu nivellieren.
Die entwurfliche Auseinandersetzung erfolgte anhand von 3 Räumen in Bottrop, Oberhausen und Dortmund, die beispielhaft für den gesamten Korridor des Emscherlaufes standen.
2003
Pflegewerk Karl-Foerster-Gedenkstätte
Potsdam-Bornim
Auftraggeber:
Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
Der Entwicklungspfleger ist der aktive Träger der Kultur, insbesondere bei der sich wandelnden lebendigen Gartenkultur. Ohne wissende Dauerpflege ist die Gartenkultur binnen kurzer Zeiträume verarmt und zerstört.
Das Pflegewerk hat die Aufgabe Erfahrungen aus der Anlage weiterzugeben. Für die in der täglichen Routine sich befindenden Fachkräfte, sollen die Komplexität der Erfordernisse der Anlage übersichtlich dargelegt werden. Es soll unter anderem verdeutlicht werden, dass es sich auch um das Management der Anlage handelt.
Im Pflegewerk ist das Ziel der Pflege, nämlich die Erhaltung der Konzeption der Anlage, vorangestellt.
Es folgen die unveränderlichen Lebensbedingungen des Standortes. Nach den Pflegegrundsätzen werden alle relevanten zu pflegenden Bereiche und Objekte im einzelnen behandelt.
Im Pflegekalender werden die Maßnahmen aus den zu pflegenden Bereichen und Objekten komplex den jeweiligen anstehenden Zeiteinheiten zugeordnet.
Somit kann als Rückkoppelung von der einzelnen Maßnahme im Monat über den Pflegebereich auf die übergeordnete Aufgabe der Maßnahme, nämlich Erhaltung der Anlagenkonzeption, geschlossen werden.
2002
Denkmalpfl egerische Rekonstruktion des Sommergartens
Messegelände Berlin
Auftraggeber:
Messe Berlin GmbH
Im Zuge der Erweiterung des Messegeländes wurde auch das Umfeld des Sommergartens weiter reduziert. Gleichzeitig stieg durch den Wegfall von ursprünglich geplanten Freigeländeausstellungsfl ächen der messebedingte Nutzungsanspruch auf den Sommergarten. Die denkmalpfl egerische Rekonstruktion des Sommergartens erfolgte unter größtmöglicher Beachtung der ursprünglichen Konzeption von Ludwig Lesser und angepasst an heutige Anforderungen messetechnischer Nutzbarkeit sowie erholungsbedingter Ansprüche.
Baukosten: ca. 1,2 Mio Euro
HOAI-Leistungsphasen 1 - 9
1998 - 2001
Denkmalpflegerisches Entwicklungskonzept Karl-Foerster-Garten
Potsdam-Bornim
Auftraggeber:
Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
Das Gartendenkmal ist eine Schau-, Lehr- und Versuchsanlage, die das Wohnhaus „Karl Foerster“ umgibt. Die Gartenanlage steht seit 1981 unter Denkmalschutz.
Der Gestaltungsentwurf für die Anlage, die um 1912 entstand, wird dem Gartenarchitekten Willy Lange zugeschrieben. In den 30er Jahren überarbeiteten Hermann Mattern, zwischen 1960 und 1964 Hermann Göritz und 1982/83 Hermann Göritz und Peter Herling die Gartenanlage bzw. stellten sie wieder her.
Die Grundidee Karl Foersters und damit der Anlage ist, die Vielfalt von Stauden und Gehölzen in unterschiedlichen Gartensituationen (Senkgarten, Frühlingsweg, Naturgarten, Herbstbeet, Steingarten, streng geometrischer Versuchsgarten) zu demonstrieren. Es handelt sich um eine Gartenanlage, die damals wie heute für die Öffentlichkeit ständig zugänglich ist. Sie weist aufgrund ihrer über 90jährigen Entwicklung einen reifen, sehr wertvollen Gehölzbestand auf. Als Ausgangspunkt einer neuen Gartenauffassung, hat die Anlage eine besondere Bedeutung in der Geschichte der Potsdamer Gartenkulturlandschaft.
1998 - 2001
AGRA - Grünordnungsplan
Leipzig
Auftraggeber:
Grünflächenamt der Stadt Leipzig
Aus den übergeordneten städtischen Zusammenhängen heraus war das AGRA-Gelände als Bestandteil der Leipziger Auenlandschaft und damit auch als Teil der Grünverbindung zwischen der südlichen Innenstadt und dem geplanten Markkleeberger See sowie der gesamten Bergbaufolgelandschaft im Südraum zu entwickeln.
Mit der geplanten Parkentwicklung soll auch das umgebende Stadtgebiet eine Qualitätssteigerung erfahren und dadurch in seinen Entwicklungschancen gestärkt werden.
Die Umnutzung des Geländes setzt voraus, alle nicht mehr nutzbaren Hallen und die großflächigen teilversiegelten Stellplatzflächen zu beseitigen. Erst danach können der intensiv nutzbare Park und das höherwertige Wohngebiet entwickelt werden. In einem parallelen Entwicklungsprozess soll die Aufwertung der Landschaft und des Parks sowie die wirtschaftlich tragfähigen Nutzungen in der historischen und neueren wertvollen Gebäudesubstanz erreicht werden.
Die unterschiedliche Charakteristik der einzelnen Teile des AGRAParkes (östlich der Mühlpleiße, Goethepark, Dölitzer Holz und Herfurth Park), die durch eine verschiedene Gestaltung und Nutzung in der Vergangenheit entstanden ist, soll hervorgehoben und für eine Aufwertung des ganzen Parks genutzt werden.
1997 - 2000
Görlitzer Park - Umbau des ehemaligen Görlitzer Bahnhofs zu einem Stadtteilpark
Berlin Friedrichshain-Kreuzberg
Auftraggeber:
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Umbau des ehemaligen Görlitzer Bahnhofs zu einem Stadtteilpark
Der Wettbewerb
Im Dezember 1984 prämiert eine internationale Jury im Einklang mit dem Bewohnervotum, das auf einer großen Bürgerversammlung zu den Wettbewerbsarbeiten der 8 eingeladenen Teilnehmer abgegeben worden war, den Entwurf der Freien Planungsgruppe Berlin einstimmig mit dem 1. Preis und empfiehlt die Arbeit zur Bauausführung.
Eine Vision wird Realität
Mit der Fertigstellung der Wasserterrassenanlage ist der ca. 13 ha große Görlitzer Park nach 12 Jahren Bauzeit vollendet und wurde Ende August 1998 eingeweiht. Die größte und vermutlich wichtigste Landschaftsbaumaßnahme der letzten 100 Jahre in Kreuzberg fand damit ihren vorläufigen Abschluss.
Die intensive Nutzung aller in den zurückliegenden Jahren bereits fertig gestellten Teilflächen zeigte, wie wichtig dieser Park in einem der dichtbesiedeltsten Stadtquartiere Berlins ist. Das Ergebnis belegt außerdem, dass durch die feste Überzeugung und die Tatkraft vieler Menschen aus einer Vision Realität werden konnte.
1983 Wettbewerb
1984 - 1998 Ausführungsplanung und Baudurchführung